Das erwartet Euch        Das solltet Ihr nicht erwarten

Kleiderordnung Wer bei mir reiten möchte, muß nichts mitbringen außer guter Laune. Es sind keine Vorkenntnisse nötig und erst recht keine spezielle Kleidung. Nur ein Helm ist vonnöten, ich habe aber für jede Größe einen da.

Natur  Wir reiten ausschließlich im Gelände. Es gibt Wiesen, Wälder und Feldwege zu erkunden. Gelegentlich reiten wir auch mit den Pferden in den See.

Reitbahn Hier gibt es keine Reitbahn. Folglich kann sich auch keiner in deren Mitte stellen und die Reiter anschreien. Diese Lehrmethode ist von gestern.

Vertrauensaufbau Wer unsicher ist, wird weder von mir noch von den Pferden belächelt. Er wird vielmehr nett begleitet und aufs zuverlässige Handpferd gesetzt, damit er sich in Ruhe an die Bewegung gewöhnen kann.

Zickenkrieg Wer unsicher ist, wird auch nicht von den anderen Reitern belächelt, wie es in vielen herkömmlichen Reitställen üblich ist. Die wenigen Reiter, die hier dabei sind, sind alle zum Reiten hier und nicht zum Lästern.

Sitzen Lenken Bremsen lernen Im Gelände auf einem ruhigen Pferd geführt, lernt man schnell, sich in die Bewegungen des Pferdes einzufühlen. Dann noch eine kurze Einführung in die Zügelhaltung und schon kann man sich gesittet mit dem Pferd zusammen durch Wald und Feld bewegen. Das geht natürlich nur mit Pferden, die sich gutwillig auch von Anfängern beherrschen lassen. Alle Pferde merken, wenn jemand nicht reiten kann. Die Frage ist nur, was sie daraus machen. Meine Pferde denken mit und sind rücksichtsvoll statt hinterlistig.

Longenstunden für Anfänger Wie langweilig für alle Beteiligten! Im ungünstigsten Fall konzentriert man sich dort auf seine Fehler und verkrampft sicht erst recht. Reitet man entspannt gradeaus durch die Natur, konzentriert man sich lieber darauf und lernt ganz nebenbei automatisch vieles richtig zu machen. Meine Pferde geben den Unterricht und ich assistiere ihnen dabei.

Pferdefreundlich reiten Wir bemühen uns, die Pferde nicht mit groben Hilfen zu belästigen. Im Maul reißen vermeiden wir ebenso wie in den Rücken plumpsen. Leichter gesagt als getan, aber mit ein wenig Übung geht es gut voran. Wir halten die Zügel lieber etwas länger als zu straff, so können die Pferde sich ausbalancieren und ihren Rücken wohltuend strecken. Und wer noch nicht leichttraben kann, lernt es zuerst im leichten Sitz. Das schont Pferde- und Reiterrücken.

"pferdefreundlich" beginnt schon beim Aufsitzen: Wir ALLE steigen IMMER mit einer Aufstiegshilfe auf. Das erspart den Pferden, uns mühsam schon beim ersten Kontakt ausbalancieren zu müssen.

Turnierreife Mir kommt es nicht darauf an, Bahnfiguren einzustudieren, über hohe Hindernisse zu springen oder jemanden dazu zu befähigen, ein Pferd auszubilden. Viele meiner Reiter sind Anfänger und erstmal dankbar, wenn sie oben bleiben. Das gelingt dank ruhiger Pferde und rücksichtsvoller Reitweise. Nur wer ausdrücklich sagt, er möchte schneller reiten, fliegt im Galopp über die Wiesenwege. Später kann man dann noch lernen, die exakten Hilfen an der genau richtigen Stelle zu geben. Man kann an seinem Sitz feilen und gymnastizierende Übungen reiten.

anfängertaugliche Ausrüstung Damit Pferde und Reiter möglichst schadenfrei und komfortabel durchs Leben kommen, gibt es einige nützliche Hilfsmittel: Die Sättel sind leicht zu tragen und bequem zu sitzen. Es gibt Halteriemen oder das Horn am Westernsattel, damit man sich nicht am Zügel festhalten muß (verboten!). Alle Steigbügelriemen sind bis oben gelocht, damit auch die Kleinsten sicher sitzen können. Wer aber so klein ist, daß er mit einem Sattel noch nichts anfangen kann, bekommt einen Voltigiergurt mit festen Griffen. Die Steigbügel sind mit Körbchen versehen, damit man nicht zu weit durchrutscht oder hängenbleibt. Außerdem gibt es Sicherheitsclips, die sich lösen, falls es doch mal zu einem Sturz kommen sollte.

Fürs Pferdemaul gibt es ungebrochene Gebisse, weil sie weicher wirken und die Zunge nicht einquetschen. Außerdem Kinnriemen, an denen schnell eine Leine befestigt werden kann, wenn die Situation es erfordert. Damit die Pferde bei schwachen Reitern nicht ständig mit der Nase im Gras stehenbleiben, können sie lang geschnallte Ausbinder bekommen, die aber dank Rollenkonstruktion die sonstige Bewegungsfreiheit nicht einengen. Und zu guter letzt haben wir griffige Gummizügel mit bunten Feldern, um die richtige Länge leichter zu finden.

Zwangsmittel Was man hier nicht findet, sind z.B. Zäumung mit atembeengendem  Reithalfter und Hilfszügel, die eine bestimmte Haltung erzwingen. Wir brauchen keine Sporen aber auch keine scharfen Gebisse.